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KV Campus, Basel

Am Aeschengraben erstellt der Kaufmännische Verband Basel (KV) mit dem KV Campus einen zeitgemässen Holz-Hybridbau, der die räumlichen Voraussetzungen für ein modernes Lernumfeld für die Berufsfachschule KV Basel und die berufsbegleitenden Weiterbildungen von kv pro schafft. Öffentliche Nutzungen wie das Auditorium und die Cafeteria öffnen das Haus zum Aeschengraben hin. Im Basler Sprachgebrauch ist «das KV» fest verankert – die Berufsfachschule KV Basel und die kv pro zählen zu den wichtigsten Bildungsinstitutionen für kaufmännische Aus- und Weiterbildungen in der Nordwestschweiz.

Bauherrschaft

Kaufmännischer Verband Basel

Zeitraum

2022 – 2027

Auftrag

Architektur

Visualisierungen

Ponnie Images

Typologie

Forschung & Bildung

Office

Basel, Schweiz

Anbindung

Bestens erreichbar, liegt der KV Campus sehr zentral zwischen Bahnhof SBB und Aeschenplatz. Der sechsgeschossige Neubau fügt sich in die geschlossene Häuserzeile des Boulevards ein, wo er von Wohn- und Bürogebäuden aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts flankiert wird. Ein breiter Vorplatz, der Haupteingang mit Vordach, sowie das grosse Foyer bilden eine einladende Raumsequenz.

Vielseitige Lernumgebung

Das Erdgeschoss wird von den öffentlichen Nutzungen dominiert: Hier befinden sich das Foyer, die öffentlich zugängliche Cafeteria mit Innen- und Aussenplätzen sowie das Auditorium für bis zu 110 Personen. Büros für Lehrpersonen und Verwaltung sind im ersten Obergeschoss situiert. In den darüberliegenden Geschossen sind die Klassenräume untergebracht, ergänzt durch Gruppen- und Lernzonen. An die zentral gelegene Treppe schliesst die offen gestaltete Lernlandschaft an, die nicht nur als Zirkulationsraum dient, sondern auch als flexibel nutzbarer Aufenthaltsort: Sitzmöglichkeiten bieten Platz für informelle Gespräche, Lerngruppen oder interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Untergeschosse beherbergen die Turnhalle, den Gymnastikraum, Umkleiden sowie Lager- und Haustechnikräume.

Klare Gliederung

Zwei Volumen, eines zum Aeschengraben orientiert, das andere zur Gartenanlage hin ausgerichtet, gliedern den Neubau. Als drittes Element dient der grossräumige Verbindungstrakt, der als offene Lernlandschaft beide Volumen miteinander verbindet zu einer H-förmigen Figur. Auf der Strassenseite sorgen die beiden zurückgestaffelten Dachgeschosse für Kontinuität in der stadträumlichen Umgebung. Auf der rückwärtigen Seite der Parzelle vermittelt ebenfalls eine Abstaffelung zur kleinteiligeren Nachbarbebauung sowie der Gartenanlage mit einem wertvollen alten Baumbestand. Die beiden Innenhöfe sorgen für eine gute natürliche Belichtung der Räume.

Feingliedrige Fassade

Die Fassade ist aus der inneren Funktionslogik der Schule entwickelt und folgt dem Raster der Klassenzimmer und Gruppenbereiche. Feingliedrige Lisenen und horizontale Bänder strukturieren sie; vorvergraute Nadelholzflächen und Holz-Metall-Fenster geben ihr ein warmes Erscheinungsbild. Zum Aeschengraben hin akzentuieren raumhohe Fenster die mittlere Zone mit der offenen Lernlandschaft. Das Erdgeschoss ist als robuster städtischer Sockel artikuliert, in dem sich die publikumsorientierten Nutzungen wie Cafeteria und Auditorium an grossformatigen Öffnungen ablesen lassen.

Konstruktion

Wie in der Fassade ist Holz auch in der Konstruktion das dominierende Material. Die innen erkennbare Holz-Hybridkonstruktion aus Fichte/Tanne sorgt für eine angenehme Raumatmosphäre und minimiert den Betonanteil zugunsten eines regenerativen Materials. Dort, wo Beton zum Tragen kommt, wie in Treppenkernen oder notwendigen Wänden zu den Nachbargrundstücken, dient es als Erdbebenaussteifung.

Zertifiziertes Nachhaltigkeitskonzept

Alle Dachflächen sind begrünt, wodurch Regenwasserrückhalt und sommerlicher Wärmeschutz verbessert werden. Ergänzend kommen Photovoltaikmodule zum Einsatz. Das Gebäude erfüllt die Voraussetzungen für die Gold-Zertifizierung nach Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS).

Pläne