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Nachhaltige Aufstockung für historisches Collège

Collège Rousseau, Genf

Das 1969 eröffnete Collège Rousseau in Genf weist eine hohe architektonische Qualität auf, entspricht jedoch nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Lernort. Burckhardt wurde nach gewonnenem Wettbewerb mit der Sanierung des Schulgebäudes und der Erweiterung um ein Geschoss in nachhaltiger Holzbauweise beauftragt. Das neu viergeschossige Schulgebäude basiert auf einem rechteckigen Grundriss mit zentralem Innenhof und erinnert damit an einen italienischen Palazzo.

Bauherrschaft

Etat de Genève, Office Cantonal des Bâtiments

Zeitraum

2018–2024

Auftrag

Architektur, Wettbewerb

Auszeichnung

1. Rang

Typologie

Forschung & Bildung, Umbau & Sanierung

Office

Genf, Schweiz
Lausanne, Schweiz

Kennwerte

Nutzung und Fassade

Die Nutzungen sind an der Fassade ablesbar: Im Erdgeschoss verkleidet eine Vorhangfassade die Verwaltungs-und Dienstleistungsräume. Über diesem verglasten Volumen befinden sich zwei auskragende Geschosse mit Unterrichtsräumen. Neu wird das Gebäude um ein drittes Obergeschoss in Holzbauweise erweitert, wobei das architektonische Erbe erhalten bleibt. Gleichzeitig entsteht ein moderner Lehr- und Lernort, der den heutigen Anforderungen gerecht wird.

Symbiose von alt und neu

Die Aufstockung krönt das bestehende Gebäude, vermeidet aber jeden abhebenden Manierismus und strebt vielmehr eine Aufwertung des Bestandes an. Die identitätsstiftenden Merkmale der Fassade wurden beibehalten. Sie wurde in der Vertikalen fortgeführt, so dass Alt und Neu harmonisch ineinander übergehen.

burckhardt_rousseau_plans_schnitt

Raumerlebnis in Holz

Der Grundriss des neuen dritten Obergeschosses ist ähnlich, das Raumerlebnis jedoch ein anderes: Die Geschosshöhe ist grosszügiger, die Erschliessungs- und Hauptflächen werden durch ein durchbrochenes Dach aus grossen Holzboxen, die aus der Modulbauweise der Schule abgeleitet sind, mit Tageslicht versorgt.

Die Holzlamellen schaffen eine warme Atmosphäre, die im Kontrast zur Strenge des Betons steht.

Alexandre Gilberto, Projektleiter

Geselligkeit und Transparenz

Im Erdgeschoss des Collège bietet die neue Cafeteria mit Blick ins Freie endlich die Transparenz, die sich der Architekt Alain Ritter bei der ursprünglichen Planung des Gebäudes Ende der 60er Jahre gewünscht hatte. Die neue Cafeteria soll während der Pausen und Mahlzeiten zu einem Ort der Geselligkeit und während des restlichen Tages zu einem Ort des informellen Lernens werden.

Projektpläne

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