
Gesundheitszentrum Bachwiesen, Zürich
Das Gesundheitszentrum (GZA) Bachwiesen reagiert architektonisch auf die gesellschaftlichen Veränderungen einer alternden Gesellschaft und schafft Räume für ein selbstbestimmtes, gemeinschaftliches Leben im Alter. Der Neubau ergänzt die bestehende Anlage und ist über einen zentralen Begegnungsboulevard mit ihr verbunden. Ein klar strukturierter Sockelbau, leichte Holzgeschosse und vielfältige Aussenräume prägen ein offenes und einladendes Haus für Bewohnende, Pflegekräfte und Gäste.
2021
Wettbewerb
Gesundheit, Wettbewerb, Wohnen
Zürich, Schweiz


Vermittler im vielschichtigen städtebaulichen Kontext
Das Umfeld des GZA Bachwiesen ist geprägt von einer Vielfalt an Architekturen unterschiedlicher Epochen und einer fortschreitenden baulichen Verdichtung. In diesem Spannungsfeld vermittelt der Neubau: Der Betonsockel nimmt Bezug auf die grösseren Bestandsbauten, während die hölzerne Fassadenstruktur an die kleinmassstäblichen Bauten der angrenzenden Schrebergartensiedlungen anknüpft.

Fünf Freiraumbausteine
Das räumliche Organisationskonzept gliedert sich in fünf zentrale Elemente: Zunächst bildet ein neu organisiertes Entrée eine grosszügige Ankunftszone für unterschiedliche Verkehrsarten und eine begrünte Pergola umrahmt den bestehenden Koi-Teich, wodurch die Freiräume zwischen den Gebäuden verbunden werden. Geschützte Gartenbereiche bieten ruhige Rückzugsorte für Bewohnende und ihre Gäste, ergänzt durch einen Auepark entlang des Albisrieder Bachs mit Spazierwegen für entspannte Aufenthalte. Begrünte durchlaufende Balkone mit grosszügigen Pflanzkästen sowie extensiv begrünte Dächer runden das Konzept ab.


Klar gegliederte Pflegearchitektur
Entlang der Aussenwände im Erdgeschoss verbindet ein grosszügiger, gedeckter Durchgang die bestehenden Gebäude mit dem Neubau. Sitznischen an den Wänden strukturieren den Durchgang. Die gegenüberliegende äussere Wand besteht lediglich aus schattenspendenden Kletterpflanzen. Dieser halboffene Boulevard fungiert als zentrales Orientierungs- und Erschliessungselement und verknüpft öffentliche, betriebliche und pflegerische Nutzungen.


Robuste Struktur, nachhaltige Konstruktion
Ein durchgehendes Stützenraster sowie ein zentraler Stahlbetonkern leiten die Lasten effizient in das Fundament ab. Die Untergeschosse und das Erdgeschoss sind als Massivbau ausgeführt, während die darüberliegenden Pflegegeschosse in einer Holz-Hybrid-Konstruktion realisiert werden.

Projektpläne
Die räumliche Organisation folgt einer klaren Logik: Technikräume, Lagerflächen und die Autoeinstellhalle sind in den Untergeschossen untergebracht. Das Erdgeschoss nimmt öffentliche und betriebliche Funktionen auf, darüber befinden sich ein Tageszentrum, Therapiebereiche, Sitzungsräume sowie ein Restaurant mit Aussenbereich. In den oberen Geschossen sind sechs Pflegeabteilungen mit umlaufenden, begehbaren Balkonen untergebracht, die Licht, Luft und Ausblicke bieten.