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Gesamtsanierung und Erweiterung Volksschule Sulgenbach, Bern

Suffizienz ist der erste Leitgedanke des Entwurfs für die Gesamtsanierung und Erweiterung der Volksschule Sulgenbach in Bern. Der zweite Leitgedanke ist die räumliche Neuordnung der heterogenen Anlage zu einem zusammenhängenden Ensemble mit gut proportionierten und gefassten Freiräumen. Für beide spielt der Pavillon von 2005 eine zentrale Rolle: Er wird als Ressource genutzt und demontiert. Seine Bauteile werden an anderer Stelle im Areal wiederverwendet.

Bauherrschaft

Hochbau Stadt Bern

Zeitraum

2026

Auftrag

Wettbewerb, 2. Rang, 1. Preis

Visualisierungen

YOS Visualisierungen

Typologie

Forschung & Bildung

Office

Bern, Schweiz

Erhalten vor Ersetzen, Reparieren vor Erneuern  

Die Bestandsgebäude der Anlage aus den Jahren 1868, 1946, 2005 und 2015 werden entsprechend ihrer individuellen baulichen und räumlichen Eigenschaften weiterentwickelt, um heutigen pädagogischen und betrieblichen Anforderungen zu genügen und ihre Nutzungsdauer zu verlängern. Auch bei der Gebäudetechnik steht die Weiternutzung im Vordergrund: Funktionstüchtige Sanitärapparate und Heizkörper werden nach Möglichkeit instandgesetzt und weitergenutzt. 

Demontieren und neu fügen 

Um das Ensemble räumlich neu ordnen zu können, wird der Pavillon aus 2005 demontiert.  Orthogonal zur ursprünglichen Position kommen seine Bauteile in den Fassaden eines neuen, erweiterten Pavillons zu Einsatz. Die Verbindung von neuem Primärtragwerk und vorhandenen Elementen reduziert den Materialbedarf und macht die konstruktive Logik des Bauwerks ablesbar.  Es entsteht ein Mehrzweckraum, der direkt mit der Turnhalle und deren Küche verbunden ist.

Räume mehrfach nutzen 

Herzstück der Anlage ist das denkmalgeschützte Schulhaus von 1868. Hier beschränken sich die Eingriffe auf notwendige funktionale Anpassungen, ohne die historische Gebäudestruktur grundlegend zu verändern. Reversible Einbauten und flexible Raumstrukturen ermöglichen es, Unterricht, Betreuung und weitere Nutzungen innerhalb der bestehenden Flächen zu kombinieren. Der Ausbau des Dachraums für den musischen Unterricht macht das Dachwerk sichtbar und zum prägenden Bestandteil der Innenräume.  

Energetisch optimieren 

Auch die Nutzungsdauer der Turnhalle von 1946 wird durch eine zurückhaltende Sanierung verlängert. Mit den Verbesserungen der Gebäudehülle und Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen leistet sie zudem einen Beitrag zur energetischen Optimierung des Areals.  

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